Festivals



Rückblicke


INFOTAG im Bürgerhaus Rees 27.04.2017

 

Quelle : Rheinische Post

29. April 2017 | 00.00 Uhr

 

Rees

 

Magisches auf der großen Leinwand

 

Rees. Der Verein AV-Dialog richtet im Juni ein dreitägiges Leinwandfestival aus.

 

Von Michael Scholten

 

 

Die "Laterna Magica" war einst eine Attraktion, die auf dem Jahrmarkt und im Varieté viele Menschen anlockte. Bilder setzen sich wie von Geisterhand in Bewegung. Im Idealfall halfen auch Geräusche und Musik dabei, den Betrachter für wenige Minuten in eine andere Welt zu entführen. "Audiovisionen" sind die Urenkel dieser magischen Laterne. Angesiedelt zwischen Dia-Schau und Film, erwecken sie statische Fotos zum Leben. Ganze Bilderserien werden durch Überblendungen und im Zusammenspiel mit Tönen zu fesselnden Präsentation.

 

Der Verein AV-Dialog hat sich dieser Art von erlebbarer Kunst verschrieben. Fast 400 Mitglieder sind bundesweit in 16 Lokalgruppen organisiert. In jedem Sommer richten sie am Rande ihres Jahrestreffens ein dreitägiges Leinwandfestival aus. Im Juni findet es erstmals in Rees statt. Frank Pauls aus Kleve ist Vorsitzender des Vereins für audiovisuelle Kommunikation. Er rechnet mit mindestens 100 aktiven Teilnehmern aus Deutschland und den Nachbarländern, wenn es vom 15. bis 17. Juni im Reeser Bürgerhaus heißt: "Audivision ab!"

 

Bei einem ersten Infoabend präsentierte Frank Pauls schon jetzt 26 ausgewählte Beiträge aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden, um den Reesern die Vielfalt der Audiovision zu verdeutlichen. Darunter war etwa Heiner Lieberums Audiovision über einen Sechsfachmord in der bayerischen Einöde von Hinterkaifeck im April 1922. Was schon als Hörspiel Gänsehaut erzeugen würde, wird in Kombination mit Bildern eines alten Bauernhofs zum schaurig-schönen Grusel-Trip. Doch auch Frank Pauls eigene Beiträge, zum Beispiel über zerstörte Abteien im Grenzgebiet zwischen England und Schottland, über Christos "Big Air Package"-Aktion im Gasometer Oberhausen oder über die Schönheit des Herbstes am Niederrhein, ziehen den Betrachter in ihren Bann.

 

Dabei erwies sich das Reeser Bürgerhaus als idealer Präsentationsort: Auf der riesigen Leinwand war jedes Detail der gestochen scharfen Bilder perfekt zu erkennen. Parallel donnerten Filmmusik und Geräusche in Kinoqualität aus den Lautsprechern. "Der Ton dient bei unseren Beiträgen nicht der Untermalung, sondern ist die treibende Kraft", sagte Frank Pauls.

 

Beim Leinwand-Festival rechnet der Verein auch mit vielen Gästen aus den Niederlanden. Das Jahrestreffen beginnt mit einem Rahmenprogramm vom 12. bis 14. Juni. Es umfasst Besuche im Archäologischen Park Xanten, im Schloss Moyland, im Naturschutzgebiet Hooge Veluwe und in der Schwanenburg Kleve. Vom 15. bis 17. Juni folgen Präsentationen, Workshops und Wettbewerbe im Reeser Bürgerhaus. Dann werden täglich viele Stunden lang die besten und neuesten Clips zu sehen sein.

 

 

Quelle : NRZ

AV Dialog plant im Sommer ein Leinwand-Festival in Rees

 

Sonja Terhorst

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – heißt es.

 

Was aber sagen dann viele Bilder zu einer großen Schau aneinandergereiht?

 

„Sie können eine Geschichte erzählen“, ist Frank Pauls überzeugt. Und geht noch eine Stufe weiter. Sie können nicht nur Geschichten, beispielsweise die letzte Urlaubsreise nacherzählen, sie können sogar die Fantasie anregen. Und: „Geschichten so im Kopf entstehen lassen.“ Erst recht, wenn die Bilder dann noch mit Musik und Sprache nicht nur untermalt, sondern ganz speziell in Szene gesetzt werden. Audiovision lautet das Stichwort.

 

 

 

Aufwendige, digitale Schauen.

 

Pauls, Vorsitzender des Vereins für audiovisuelle Kommunikation (AV Dialog),

 

gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von den Möglichkeiten von Bild- und Tonarbeiten erzählt. Am Donnerstagabend gaben Mitglieder der Regionalgruppe Essen einen Einblick in ihr Schaffenswerk und boten zugleich nur einen Vorgeschmack auf das AV-Dialog Jahrestreffen, ein großes Leinwand-Festival, das vom 15. bis 17. Juni in Rees stattfinden wird.

 

Bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus gaben die Liebhaber der Fotografie, die längst den Wandel vom Dia-Bild, Projektor und separatem CD-Spieler hin zu aufwendigen digitalen Schauen und Montagen vollzogen haben, Einblicke in ihre technischen Fähigkeiten.

 

Philosophische Gedankenspiele

 

 

 

AV versteht sich als mehr als nur ein Reisebericht oder ein Kurzfilm – und das merkt man. Es werden regelrecht Kunstwerke erschaffen, liebevoll detaillierte Sequenzen, die nicht selten in philosophische Gedankenspiele münden.

 

 

 

Damit es nicht zu „wild“ wird, gibt es immer wieder Wettbewerbe und Jahresthemen, die die Mitglieder anhalten, sich zu ganz bestimmten Fragestellungen Gedanken zu machen und diese anschließend umzusetzen. Und so entstanden wunderbare Schauen zum Beispiel über das, was Heimat bedeutet. Dann kann man sehen, wie das Gedankenspiel seinen Lauf nimmt, wie die Ideen gesammelt werden und schließlich zu einem wunderbaren Gesamtkunstwerk zusammengefügt wird. Immer auch mit dem Blick auf die Musik, auf Geräusche und auf den Sprecher aus dem Off. Faszinierend ist die Arbeit der Mitglieder des Vereins AV-Dialog. Es lohnt sich, ihre Präsentationen anzusehen, sie auf sich wirken zu lassen.  

 



Rückblick :

 

Nach dem Erfolg des 1. Frühjahrsfestivals im letzten Jahr, ließen sich die Organisatoren es auch in diesem Jahr nicht nehmen das Frühjahrsfestival auch in 2017 auszurufen.

Die Zusammenarbeit unter dem länderübergreifenden Team von AV group Nijmegen,

NVBG regio Arnhem und dem AV-Kreis Essen lief dabei vorbildlich und effizient ab.

In gemeinsamen Treffen wurden Randbedingungen und Ideen des letzten Jahres aufbereitet und angepasst, kleine Stellschrauben verändern um das Gute noch besser zu machen.

Austragungsort in 2017 war dann wieder der Theatersaal „De Klif“ in Nijmegen, genauer in Oosterhout. Das Festival wurde sehr gut besucht, etwa 80 Personen waren gekommen um sich die 33 Beiträge anzusehen. Die Erklärung der Beiträge erfolgte 2-sprachig.

Die Technik war mit Cuno Wegman und Frans Warmersdam in guten und bewährten Händen. Durch das Programm führte Fred Velthuisen.

Die Beiträge waren eine gute Mischung hinsichtlich der Ideen und Ausführung von audiovisuellen Produktionen.

Kurzum ein eintägiges Festival, welches den Besuch lohnte.


Rückblick :

 

Es war ein gut besuchtes erstes Festival in gemeinsamer Organisation zweier niederländischer AV-Gruppen und dem AV-Kreis Essen.  

Etwas über 100 Besucher konnten im Theatersaal DE Klif eine große Bandbreite von unterschiedlichen Beiträgen sehen und erleben. Das abschließende Gespräch unter den Organisatoren zieht daher eine durchweg positive Bilanz und hat sich bereits darauf verständigt, dieses Festival auch in 2017 durchzuführen. Infos folgen ...

  


Achim Maier vom AV-Dialog war auch einer der Gäste, in seinem HDAV-Blog berichtet er über das Festival :